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GKV und PKV im Vergleich

Leistungen der PKV im Vergleich mit der GKV

Das Gesundheitswesen ist ein Bereich, der weit mehr als nur den Hausarzt und Medikamente gegen zu hohen Blutdruck oder rheumatische Beschwerden umfasst. Brillen, Hörgeräte, Operationen, Kuren, Zahnersatz und Prophylaxe gehören ebenso dazu, decken aber noch längst nicht das Leistungsspektrum ab, das von der Medizin geboten wird. Es ist eine Vielzahl von Leistungen, die im Krankheitsfall und auch schon zuvor als vorbeugende Maßnahme durch die Versicherten von den Krankenkassen in Anspruch genommen werden können. Allerdings zeigen sich hier einige deutliche Unterschiede, ob man in einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung Mitglied ist. Welche Unterschiede das sind, soll hier anhand von einigen Leistungsbereichen näher aufgezeigt werden.

GKV-Vergleich

Mit einem Vergleich zu den verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen ist es möglich, bei den Beiträgen für die GKV Geld zu sparen. Unser GKV Vergleich soll hierbei helfen (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):

Ärztliche Behandlung

Privat Versicherte können sich den Arzt aussuchen, den sie konsultieren wollen, und haben je nach Tarif auch das Recht, auf die Behandlung durch einen Chefarzt zu bestehen, sollte ein Krankenhausaufenthalt nötig werden. Auch der Besuch bei einem Facharzt steht ihnen jederzeit offen. Bei den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung stehen nur die Vertragsärzte – das gilt für den Haus- und den Zahnarzt – zur Wahl. Zur Abrechnung der Leistungen legen gesetzlich Versicherte ihre Versichertenkarte vor und müssen je Quartal 10,00 Euro Praxisgebühr bezahlen. Die Behandlung erfolgt dann nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot, sie muss also zweckmäßig, wirtschaftlich und ausreichend sein. Bei der PKV rechnet der Arzt nicht mit der Kasse, sondern gemäß der Gebührenordnung direkt mit dem Patienten ab, der die Rechnung kontrollieren kann, dann überweist und später von seiner Krankenkasse erstattet bekommt.

Arznei-, Heil- und Hilfsmittel

Im Bereich der Arznei-, Heil- und Hilfsmittel müssen gesetzlich Versicherte häufig Zuzahlungen leisten. Das gilt für Medikamente, bei denen zwischen fünf und zehn Euro anfallen. Auch bei Heilmitteln wie Massagen und Einlagen wird von den Mitgliedern der GKV in der Regel eine Zuzahlung verlangt, die je nach Art der Leistung 15 bis 20 Prozent beträgt. Bei Hilfsmitteln, ob nun eine Brille oder so genannte Körperersatzstücke, gibt es bei der GKV feste Beträge, die übernommen werden. Alles, was über diesen Rahmen hinausgeht, muss von Versicherten selbst bezahlt werden. In der privaten Krankenversicherung besteht ebenso der Anspruch auf Erstattung der Kosten für Arznei- und Heilmittel, sofern sie von der Schulmedizin anerkannt oder als Alternativmedizin erfolg versprechend sind. Im Bereich der Heil- und Hilfsmittel hängt die Höhe der Erstattung weitgehend vom Tarif ab, in dem genau geregelt wird, wie die Höchstleistungen aussehen.

Heilpraktiker

Während gesetzliche Versicherte keinen Anspruch auf Leistungen eines Heilpraktikers haben, dürfen PKV-Mitglieder entsprechend ihrem Tarif durchaus aus diese Leistungen in Anspruch nehmen. Wichtig ist allerdings, dass Erfahrungswerte über den Erfolg vorhanden sind.

Krankenhaus

Sehr deutlich wird der Unterschied der Leistungen im Bereich Krankenhaus. Privat Versicherte können frei wählen, in welcher Einrichtung sie sich behandeln lassen, eingeschlossen reine Privatkrankenhäuser. Mit dem Krankenhaus wird durch den Patienten ein Behandlungsvertrag abgeschlossen, der die allgemeinen Leistungen umfasst, zu denen die Behandlung durch einen Dienst habenden Arzt und die Unterbringung in einem Mehrbettzimmer gehören, aber auch Sonder- oder Wahlleistungen umfassen kann. Sie werden extra vertraglich geregelt und umfassen die Unterbringung etwa im Einzelzimmer – für die das Krankenhaus einen Zuschlag verlangt – und die Behandlung ausschließlich durch leitende Ärzte der Einrichtung.

Gesetzlich Versicherten steht nach einer Prüfung, dass die Behandlung nicht auch ambulant erfolgen kann, lediglich die Wahl zwischen zugelassenen Krankenhäusern wie Hochschulkliniken oder im Bedarfsplan des Landes aufgenommenen Krankenhäusern zu. Wird eine andere Einrichtung gewählt, muss die GKV die Mehrkosten dafür nicht übernehmen. Die Unterbringung erfolgt im Mehrbettzimmer, die Behandlung durch den Dienst habenden Arzt. Gezahlt werden müssen für bis zu 14 Tage im Jahr 10,00 Euro pro Tag.

Verdienstausfall

In der privaten Krankenversicherung kann man sich gegen den durch Krankheit bedingten Einkommensausfall versichern. Beginn, Höhe und Dauer der Leistungen lassen sich dabei frei wählen. Sollte die Versicherungspflicht in der Rentenversicherung durch die Arbeitsunfähigkeit unterbrochen werden, lässt sich das Tagesgeld auch an die Rentenkasse zahlen.

Gesetzlich Versicherten steht nach der Fortzahlung des Gehalts Krankengeld zu, das rund 70 Prozent des Arbeitsentgeltes umfasst, aber nicht über 90 Prozent des Nettogehaltes gehen darf. Bezahlt wird es für bis 78 Wochen innerhalb von drei Jahren sofern es sich um die gleiche Erkrankung handelt. Krankengeld steht auch jenen zu, die sich beispielsweise längere Zeit um ein krankes Kind kümmern müssen. Gekürzt wird das Krankengeld, wenn die Rentenversicherungspflicht besteht.

Zahnärztliche Behandlung

Bei Mitgliedern der PKV werden die Kosten für die Behandlung durch den Zahnarzt im Rahmen des Tarifes erstattet. Er kann auch Füllungen aus Gold oder Keramik umfassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung werden als Sachleistung die Vermeidung, Früherkennung und Behandlung gewährt, die die Zähne, den Mund sowie den Kiefer umfassen. Sie müssen zweckmäßig sein. Daher wird – bis auf wenige Ausnahmen – auch nur Amalgam oder Kunststoff für Füllungen genutzt.

Zahnersatz

Im Vertrag mit der PKV wird genau bestimmt, wie hoch die Leistungen bei Zahnersatz sind. Angegeben werden sie in Prozent oder aber in Form von Höchstbeträgen, die sich teils auch nach der Zahl der Versicherungsjahre richten. Der Versicherungsschutz umfasst dann auch aufwändige Ersatzleistungen. In der GKV sind klare Grenzen gezogen, welche Leistungen erstattet werden. In der Regel zahlt die Versicherung die Hälfte der Gesamtkosten und gibt bei nachgewiesener, regelmäßiger Kontrolle beim Zahnarzt einen Bonus von bis zu 15 Prozent.

Kieferorthopädie

Auch bei der Kieferorthopädie hängt es in der PKV davon ab, welche Leistungen in den Vertrag aufgenommen werden. Sie können bis zu 80 Prozent der Kosten decken. Gesetzlich Versicherte hingegen haben nur bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf Zahlungen, wenn eine kieferorthopädische Behandlung nötig ist – außer in besonderen Fällen. Erstattet werden bei Kindern und Jugendlichen in der Regel 80 Prozent. Ist die Behandlung erfolgreich abgeschlossen, wird der Restbetrag ebenfalls erstattet.

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