An Werbung für private Krankenzusatzversicherungen mangelt es nicht. Fast täglich liegen den Tageszeitung und Zeitschriften Prospekte bei oder werden Anzeigen geschaltet, in denen die Zusatzversicherungen angepriesen werden. Sie sollen die von den gesetzlichen Krankenkassen und der Politik aufgerissenen Lücken in der Gesundheitsversorgung günstig und unkompliziert schließen. Versprochen wird den Kunden, dass sie durch die Zusatzpolicen so gut abgesichert seien wie in einer privaten Krankenversicherung (PKV).

Da nicht jeder in einer PKV aufgenommen wird – bedingt durch das Einkommen – greifen viele auf die Angebote zurück, vergessen dabei aber, zu vergleichen und genau zu überlegen, ob der Schutz überhaupt nötig ist. Die Verbraucherzentralen haben deshalb einen neuen und aktualisierten Ratgeber auf den Markt gebracht, der sich ganz und gar den privaten Kranken- und Pflegezusatzversicherungen widmet. 96 Seiten umfasst das 4,90 Euro teure Heft, in dem die Versicherungen vorgestellt und erläutert sowie über mögliche Fallstricke aufgeklärt wird. Denn, so heißt es in der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Niedersachen: „Bei Kosten und Leistungen können sie sich erheblich voneinander unterscheiden.“

Ziel der Broschüre ist es, gezielt über Themen wie den Auslandskrankenschutz und die Zahnzusatzversicherung zu informieren. In einem Punkt lassen die Herausgeber keine Zweifel aufkommen. Dem, dass die gesetzlichen Kassen im Gegensatz zu den PKV keine Allround-Versorgung mehr bieten, sondern vieles aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Um hierfür vorzusorgen, sollte man sich nach Ansicht der Verbraucherzentralen vor Vertragsabschluss umfassend mit dem jeweiligen Produkt und seinen Besonderheiten befassen, inklusive der Vorgaben für die Kündigung.