Der Markt für Krankenzusatzversicherungen ist gut bestückt und befindet sich seit einiger Zeit deutlich im Aufwind. Für nahezu jeden Bereich des Gesundheitswesens gibt es den passenden Tarif. Die Frage ist nur, welche der vielen Varianten passt zu wem? Und vor allem: Für wen lohnt es sich überhaupt, einen entsprechenden Vertrag zu unterzeichnen und somit die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen aufzustocken? Bei den Zusatzpolicen den Überblick zu behalten, fällt mittlerweile schwer. Deshalb hat sich das rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerium die Mühe gemacht, einen Ratgeber zu erstellen, der auf acht Seiten viele der offenen Fragen beantwortet und Ansprechpartner nennt.

Ein Schwerpunkt der Broschüre liegt ganz klar auf den Zahnzusatzversicherungen. Sie werden besonders stark beworben. Jeder wird schon eines der Prospekte in Händen gehalten oder die Werbespots gesehen haben. Versprochen werden Beiträge von nur x Cent am Tag. Was genau dafür geboten wird, erfährt man erst, wenn man sich die Bedingungen durchliest. Sinnvoll kann eine solche Zahnzusatzversicherung durchaus sein, wenn man früh genug vorsorgt und somit noch von niedrigen Prämien profitiert. Entscheidend ist aber, welche Leistungen die private Krankenversicherung übernimmt und wie hoch der Eigenanteil ist, sollte ein Implantat oder eine Brücke nötig werden. Auf diese Details geht der Ratgeber des Verbraucherschutzministeriums ein.

Weitere Themen sind die privaten Pflegezusatzversicherungen, damit die Kinder nicht zusätzlich finanziell belastet werden, und auch die ambulanten Krankenzusatzversicherungen, mit denen man im Krankenhaus den Status eines Privatpatienten hat. Die Broschüre informiert über Kosten und Möglichkeiten und nennt die Vor- und Nachteile einzelner Tarifoptionen. Grundsätzlich gilt, dass man sich bei jeder Versicherung vorab sehr genau mit den Vertragsbedingungen auseinandersetzen sollte. Und selbst bei Policen, die nur wenige Euro im Jahr kosten, kann sich ein ausführlicher Versicherungsvergleich durchaus lohnen.