Die privaten Zusatzversicherungen der PKV für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen standen jetzt im Fokus einer umfassenden Untersuchung des Deutschen Institutes für Service-Qualität. Insgesamt 4.000 Tarifdaten und 640 verdeckte Testanfragen bei 20 privaten Krankenversicherungen flossen in die Wertung ein. Dabei ging es in erster Linie um den Service und die Kompetenz der PKV bei Anfragen am Telefon, per E-Mail und über das Internet.

Platz eins in Sachen Service belegt die AXA. Die HanseMerkur und die DKV folgen auf den Rängen zwei und drei. Das Deutsche Institut für Service-Qualität gab diesen drei Anbietern einer privaten Krankenversicherung jeweils die Note „gut“. In den Kategorien Stationärer Zusatz mit Einbettzimmer, Krankhaustagegeld und Krankentagegeld gewann die HUK-Coburg. Führend beim Tarif Stationären Zusatz mit Zweitbettzimmer ist die KarstadtQuelle Versicherung. Geht es um das Pflegetagegeld, sehen die Tester die Victoria ganz vorne. Preislich lagen die Testsieger teilweise bis zu 60 Prozent unter den teuersten Angeboten. Das beweist einmal mehr, wie wichtig ein Versicherungsvergleich ist.

Einen Wermutstropfen gab es bei der Untersuchung. Im Service konnte keines der Unternehmen so richtig überzeugen. Lediglich 30 Prozent bewiesen bei der telefonischen Beratung eine gute Kompetenz. Bei der Kommunikationsqualität reichte es im Schnitt nur für ein „ausreichend“. Arbeiten müssen die privaten Krankenversicherungen auch an der Beratung per E-Mail. 25 Prozent der gestellten Anfragen blieben unbeantwortet. Bei den übrigen Mails dauerte es rund 31 Stunden, bis eine Antwort vorlag. Gleichermaßen in beiden Bereichen – Preis und Service – konnte keine der PKV punkten.