Fr 20 Jun 2008
Private Pflegezusatzversicherungen für das Alter
Geschrieben von krankenversicherung unter Pflege
Zu den Kosten für die Krankenversicherung kommen monatlich auch die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie steigen zum 1. Juli dieses Jahres leicht an, damit das Leistungsspektrum erweitert werden kann. Dennoch ergeben sich nach wie vor (Deckungs-)Lücken, weil die Kasse nicht alles übernimmt. Um vorzusorgen bieten sich Pflegezusatzversicherungen an. Angeboten werden drei unterschiedliche Varianten.
Unerlässlich wie beispielsweise die private Haftpflicht oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind die Zusatzversicherungen für die Pflege laut Auskunft des Bundes der Versicherten nicht, aber durchaus sinnvoll. Gerade bei Frauen, die nicht oder nicht viel gearbeitet hätten, ergebe sich schnell ein zusätzlicher Bedarf von mehreren hundert Euro. Entscheidend ist, wie man für diesen Fall vorsorgt. Wenig geeignet seien dazu private Pflegeversicherungen, die an eine Renten- oder Lebensversicherung gekoppelt sind. Die Verbindung von Absicherung und Geldanlage bezeichnen Verbraucherschützer als zu teuer.
Besser sei eine Pflegetagegeldversicherung. Sie zahle monatlich einen festen Betrag, unabhängig davon, wie hoch die tatsächlichen Kosten seien. „Hier kann der Versicherte selbst entscheiden, wofür er das Geld verwendet“, so die Stiftung Warentest. Anders die Pflegekostenversicherung, bei der nur erstattet werde, was durch Belege nachgewiesen werden könne. Nachteilig sei dabei unter anderem, dass für Personen, die einfach nur auf die pflegebedürftige Person aufpassen, keine Leistungen erbracht würden.
Bedingt durch die großen Unterschiede der einzelnen Tarife und Varianten ist der Blick in das Kleingedruckte zwingend erforderlich. Teilweise werde erst ab Pflegestufe 3 bezahlt, so die Verbraucherzentrale Sachsen. Dabei würden die meisten Pflegefälle in Stufe 1 eingeordnet. Wichtig sei daher, darauf zu achten, dass der Versicherungsschutz schon ab der ersten Pflegestufe gelte. Um sich günstig zu versichern, solle zudem möglichst früh ein entsprechender Vertrag unterzeichnet werden, da die Beiträge mit dem Alter steigen.
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