Mo 7 Apr 2008
Hartmannbund sieht die PKV als zentrale Säule ärztlicher Arbeit
Geschrieben von krankenversicherung unter News
In die seit einiger Zeit schwelende Diskussion um die so genannte Zwei-Klassen-Medizin, bei der es in erster Linie darum geht, dass gesetzlich Versicherte sich gegenüber PKV-Patienten benachteiligt fühlen, schaltet sich jetzt auch der Hartmannbund als Verband der Ärzte Deutschlands e.V. ein. Dr. Norbert Franz vom geschäftsführenden Vorstand betont, dass die privaten Krankenversicherungen eine der zentralen Säulen der ärztlichen Arbeit seien, ohne die viele Praxen nicht überlebensfähig wären. Die PKV seien zudem verantwortlich für viele medizinische Innovationen, von denen letztlich alle profitierten.
Dass jetzt über die Zwei-Klassen-Medizin debattiert werde, sieht Dr. Norbert Franz in erster Linie als Scheitern der Gesundheitspolitik. Würde das System der privaten Krankenversicherung über die Gesundheitsreform noch weiter geschwächt, hätte dies fatale Auswirkungen für die Ärzte. Denn als Unternehmer müssten sie auch wirtschaftlich und an ihre Mitarbeiter denken. Dass bezahlte Leistungen aus diesem Grund bevorzugt erbracht würden, sei nur verständlich.
Deshalb unterstütze der Hartmannbund die Verfassungsbeschwerde, die von den PKV vorangetrieben wurde. Mit von der Partie sind auch sechs Ärzte und Zahnärzte. Sie erhalten Rückendeckung vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ), vom Privatärztlichen Bundesverband e.V., (PBV), den Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS) und vom Verband unabhängiger Vertragszahnärzte (VuV).
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