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Beiträge zur Privaten Krankenversicherung steuerlich absetzen

Vorsorgeaufwendungen sind seit 2010 steuerlich absetzbar. Mit einem Urteil hatte das Bundesverfassungsgericht am 13. Februar 2008 entschieden, dass Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherungen vor dem Finanzamt zu wenig geltend gemacht werden könnten.

Ein neues Gesetz mit dem schön klingenden Namen „Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen“ soll Bürger künftig mehr entlasten. Doch was heißt das genau?

PKV Basistarif absetzbar

Seit dem 1. Januar 2010 dürfen gesetzlich und privat Krankenversicherte ihre Beiträge in der Steuererklärung anrechnen lassen, und zwar nicht mehr nur eingeschränkt, sondern in voller Höhe. Doch der Hinkefuß wird schnell erkennbar. Von den monatlichen Beiträgen der PKV darf nur der Basistarif von der Steuer abgesetzt werden.

Alle zusätzlichen Tarife sind Privatsache und tangieren den Fiskus nicht. Beiträge zum Krankengeld, eine Auslands- und Reisekrankenversicherung bleiben ebenfalls ausgeschlossen.

Obergrenze der steuerlichen Abzugsfähigkeit

Zudem hat der Gesetzgeber für die Höhe der absetzbaren Kosten eine Grenze festgelegt. Sie liegt aktuell für Singles bei 1.900,- EUR und bei Verheirateten bei 2.800,- EUR.

Der Vorteil für privat Versicherte liegt jedoch darin, dass auch die PKV-Beiträge für Familienmitglieder mit abgesetzt werden können.

Beitragsrückerstattungen verlieren an Bedeutung

Beitrags-Rückerstattungen bei den privaten Krankenversicherungen haben für Versicherte durch die neue Regelung an Reiz verloren, denn die Rückzahlungen werden von der Höhe der Sonderausgaben abgezogen.

Gesetzlich Versicherte profitieren, weil sie ihre Beiträge in voller Höhe absetzen können. Gerade bei gut Verdienenden macht sich das in der Steuererklärung bemerkbar.

Bis 2010 – PKV muss Beleg ausstellen

Für die Steuererklärung gilt: Die Versicherung muss einen Beleg über die Höhe des Basistarifs ausstellen. Das steht in der Regel im Vertrag, gegebenenfalls auf der Beitragsrechnung. Kann die Höhe des Grundtarifs nicht belegt werden, werden die Gesamtausgaben um 10 bis 20 Prozent gekürzt. Nur der Rest kann dann steuerlich geltend gemacht werden.

Ab 2011 – automatische Übermittlung möglich

Seit 2011 kann aber auch anders verfahren werden: wenn der Versicherte seiner Krankenversicherung seine Steueridentifikationsnummer mitgeteilt hat, übermittelt der Versicherer die abzugsfähigen Beträge elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern. Der Versicherte muss sich also nicht mehr um die Angabe der steuerlich abzugsfähigen Beiträge kümmern.

Angebot und Vergleich zur PKV anfordern:

Ein genauer Vergleich lohnt sich da allemal, denn im Ergebnis können sich die Beitragshöhen ganz erheblich unterscheiden. Über das nachfolgende Formular können interessierte Verbraucher einen solchen Vergleich bzw. ein kostenloses Angebot anfordern (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):


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