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Die Beiträge zur PKV

Äquivalenz- oder auch Individualversicherungsprinzip

In der gesetzlichen Krankenversicherung stehen die Leistungen fest, sind punktgenau geregelt. Bei den privaten Krankenversicherungen können die Mitglieder sich ihr Paket individuell schnüren. Das spiegelt sich auch in der Beitragsberechnung wieder. Salopp ausgedrückt: Wer viel will, muss viel bezahlen. Denn die Berechnung der Beiträge erfolgt bei einer PKV auf Basis des Äquivalenz- oder auch Individualversicherungsprinzips. Das heißt, die Beiträge der PKV stehen in direkter Beziehung zum gewünschten Leistungsumfang. Mitglieder einer PKV, die mehr Leistungen versichern lassen wollen, müssen entsprechend höhere Beiträge zahlen als andere, die nur den Basisschutz möchten. Welche Leistungen das sind, kann die Versicherung frei entscheiden. Und auch der Kunde hat die freie Wahl, kann also ganz nach Wunsch Leistungen aus dem angebotenen Katalog wählen.

Individuelles Risiko

Neben den Leistungen spielt ein zweiter Faktor in die Bemessung der PKV-Beiträge und ist somit auch Teil des Äquivalenzprinzips: das individuelle Risiko. Private Krankenversicherungen arbeiten mit risikogerechten Beiträgen, die sich am Eintrittsalter, dem Geschlecht und dem gesundheitlichen Zustand zu Versicherungsbeginn orientieren. Der Grund dafür lässt sich leicht erklären: Wer ein höheres Risiko mitbringt, etwa ein Mann, der raucht, Übergewicht und Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem hat, wird die Versicherung aller Wahrscheinlichkeit nach wesentlich mehr kosten als jemand, der Sport treibt und kerngesund ist. Hohes Risiko heißt also höherer Beitrag.

PKV-Beiträge werden auf versicherungsmathematischer Grundlage berechnet

Berechnet werden die Beiträge auf versicherungsmathematischer Grundlage, also so wie bei einer Lebensversicherung. Das ist nötig, um eine Altersrückstellung bilden zu können, die das altersbedingt steigende Gesundheitsrisiko auffangen soll. Der Beitrag für die PKV setzt sich somit aus einem Teil zusammen, der das aktuelle Risiko abdeckt, und einem zweiten Teil, der für das Alter gedacht ist. Die Rückstellung wird verzinslich angespart. Jüngere Versicherungsnehmer zahlen daher mehr als sie tatsächlich in Anspruch nehmen. Im Alter allerdings liegt der Beitrag dann unter dem, was an Kosten für die medizinische Versorgung anfällt. Wie hoch genau der Beitrag ist, wird für jeden Versicherungsnehmer individuell berechnet. Berücksichtigt werden dabei – wie bei der GKV – grundsätzlich auch die Entwicklungen auf dem medizinischen und gesundheitspolitischen Sektor. Kostensteigerungen werden entsprechend an die Kunden weitergegeben.

Kostenerstattungsprinzip bei der privaten Krankenversicherung

Abgesehen von dem Beitrag, der monatlich anfällt, muss bei einer privaten Krankenversicherung beachtet werden, dass sie nach dem Kostenerstattungsprinzip arbeitet. Für die Mitglieder bedeutet das, sie müssen die anfallenden Kosten für Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Medikamente erst einmal selber tragen. Die Rechnungen gehen direkt an den Patienten, der damit Vertragspartner des Arztes ist. Die Rechnungen zahlt das PKV-Mitglied. Erstattet wird das Geld, nachdem die Rechnung im Original eingereicht und von der Krankenkasse geprüft wurde.

Beiträge zur privaten Krankenversicherung vergleichen

Welche Beiträge Sie bei der privaten Krankenversicherung zahlen müssten, lässt sich mit unserem nachfolgenden Rechner in wenigen Schritten ermitteln (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):

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