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Wo Versicherte der privaten Krankenversicherung draufzahlen müssen

Finanztest, eine Zeitschrift aus der unabhängig agierenden Stiftung Warentest, hat sich für ihre aktuelle Ausgabe die Private Krankenversicherung näher angeschaut. Was dabei herauskam, ist stellenweise ein reines Lockangebot – was für die Versicherten, die sich eigentlich gut krankenversichert wähnen, dann zu einer teuren Angelegenheit werden kann.

Bei den preiswerten Tarifen in der PKV, mit der die Versicherungen so gerne werben, ist man oft nicht sonderlich gut bedient. Finanztest benennt das Problem auch klar mit “Leistungslücken”. Zum Teil wird in den vermeintlich so günstigen Tarifen in der Privaten Krankenversicherung nur das Minimum erstattet. “Arzthonorare werden beispielsweise nur bis zu einem niedrigen Gebührensatz erstattet. Berechnet der Arzt mehr, zahlt der Patient drauf. Für die Zähne gibt es niedrige jährliche Obergrenzen, eine Psychotherapie ist oft nicht drin, oder Heilmittel wie Krankengymnastik werden nicht übernommen”, schreibt die Stiftung Warentest in ihrer Pressemitteilung zum Private Krankenversicherung Test.

Dies zeigt ein Manko, dass die PKV schon seit langem begleitet. Während bei den Gesetzlichen Krankenkassen mehr als 90 Prozent des Leistungskatalogs durch den Gesetzgeber vorgegeben ist, sieht die Lage bei den Privaten Krankenversicherungen ganz anders aus. Wenn es sich nicht gerade um den Basistarif handelt, der in der PKV wie der Leistungskatalog der GKV aufgebaut sein muss, haben die Privaten Krankenversicherer freie Hand – in der Wahl der Tarife, in den Tarifdetails und in der Höhe der Beiträge.

Dies hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass es für die Private Krankenversicherung immer mehr Billigangebote gibt, genau jene, welche nun von Finanztest als Lockangebot bemängelt werden. Wer ernsthaft glaubt, eine gute Krankenversicherung sei für um die 50 Euro monatlich zu haben, der sollte vor Abschluss des Versicherungsvertrags unbedingt die Leistungsdetails lesen bzw. einen Krankenkassen-Vergleich durchführen und wird dabei so manches unschöne Erwachen vorab schon haben.

Deshalb sollte nur dann eine Private Krankenversicherung gewählt werden, wenn diese auch gute Leistungen bietet – mindestens die des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenkassen, bei höheren Beiträgen als die GKV auch deutliche Leistungen darüber hinaus.

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