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Pflegekassen müssen bald Strafzahlungen bei Verspätung hinnehmen

Wer auf Geld von der Gesetzlichen Pflegeversicherung angewiesen ist, hat es nicht immer leicht. Oftmals verzögern die Krankenkassen die Bearbeitung der Anträge auf Pflegegeld – was die Angehörigen der Pflegebedürftigen und die Pflegebedürftigen selbst oftmals in arge finanzielle Schwierigkeiten bringt. Dies soll bald der Vergangenheit angehören. Die Pflegereform könnte hier, zumindest wenn der entsprechende Gesetzentwurf durchgeht, eine gravierende Änderung mit sich bringen für die Krankenkassen.

Der Entwurf für die Pflegereform sieht vor, dass die Kassen in Zukunft innerhalb von fünf Wochen über den Pflegeantrag entscheiden müssen. Wird diese Frist nicht eingehalten, sind die Krankenkassen dann in der Pflicht, die Angehörigen für jeden Tag Verzögerung finanziell zu entschädigen, mit jeweils zehn Euro. Ändern soll sich mit der Pflegereform auch der Betrag, der für die häusliche Pflege von Demenzkranken von der Pflegeversicherung gezahlt wird. Je nach Pflegestufe soll es höhere Geld- und / oder Sachleistungen zwischen 70 Euro und 210 Euro monatlich geben. Damit sinken die durch eine Pflegezusatzversicherung abzudeckenden Lücken zwischen tatsächlichen Kosten und Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Die Krankenkassen sind nun in der Pflicht. Sollte der Gesetzentwurf durchgehen und umgesetzt werden, kommen schwere Zeiten auf die Pflegekassen zu. Dafür können sich dann Pflegebedürftige und ihre Angehörigen über die schnellere Bearbeitung ihrer Anträge für Leistungen aus der der Gesetzlichen Pflegeversicherung freuen. Wie die höheren Kosten für die Kassen dann umgelegt werden, ist jedoch noch unklar. Durch die Erhöhung der Beiträge zur Pflegeversicherung, die alle leisten müssen, egal ob angestellt oder selbständig, kommen monatlich sowieso schon höhere Zahlungen auf die Versicherten zu.

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