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Zusammenarbeit von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen wird auf eine neue Ebene gehoben

Die für 2009 vorgesehene Fusion der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) mit der BKK Allianz und damit die strategische Partnerschaft mit der Allianz PKV schlägt hohe Wellen – im positiven Sinne. Regt dieser Schritt doch erneut die Diskussion an, wie intensiv die Zusammenarbeit von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen gehen darf und kann. Das geplante Modell (wir berichteten) ist am deutschen Markt vollkommen neu und soll vom Know-how beider Partner profitieren. Allerdings wird es rechtlich sehr schwer werden, die Kompetenzen zu bündeln, denn Kundendaten dürfen beispielsweise nicht ausgetauscht werden.

Das ist – wenn man die bisherigen Äußerungen der beteiligten Unternehmen wertet – auch nicht geplant. Vielmehr geht es um neue Tarif- und Versorgungsmodell. „Wir werden gemeinsam mit der Allianz neue Versorgungsverträge entwickeln und Einzelverträge mit Kliniken und Ärzten schließen“, so KKH-Chef Ingo Kailuweit. Vom positiven Nutzen der Fusion sind beide Seiten überzeugt. Ganz ohne Hintergedanken hat die private Krankenversicherung der Allianz die Verhandlungen nicht forciert. Sie gehört zu den PKV, die in der Vergangenheit viele Kunden verloren haben und gilt als kaum sanierbar. Der Kauf von gesetzlichen Kassen wurde als einziger Ausweg gesehen. „Für uns ist die Kooperation mit einer großen Krankenkasse von elementarer Bedeutung”, erklärt Ulrich Rumm, Vorstand der Allianz PKV, nicht ohne Grund.

Ähnlich könnten in Zukunft auch weitere private Krankenversicherungen verfahren, etwa die Signal Iduna BKK oder die Securvita BKK. Auch die hinter diesen Kassen stehenden PKV können sich enge Kooperationen vorstellen. Neu ist es nicht, dass GKV und PKV gemeinsam agieren. Seit 2003 besteht die Möglichkeit, dass die gesetzlichen Krankenkassen Zusatzversicherungen der PKV vermitteln. Daraus sind bereits exklusive Partnerschaften entstanden. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen arbeiten mit der DKV zusammen. Die Barmer hat sich für die HUK-Coburg entschieden. Bei diesen Partnerschaften geht es auch vornehmlich um die Entwicklung von Krankenzusatzversicherungen.

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