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Fusion von KKH und BKK Allianz bietet ganz neue Optionen der Kooperation von PKV und GKV

Dass gesetzliche Krankenkassen fusionieren, ist an sich nichts Ungewöhnliches und angesichts der Marktlage nicht neu. Mit dem Zusammengehen der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) und der BKK Allianz eröffnen sich dank der privaten Krankenversicherung der Allianz im Hintergrund allerdings vollkommen neue Optionen. Im Januar 2009 soll die Kooperation beginnen. Ab April 2009 heißt das Unternehmen dann KKH Allianz. Ziel der Fusion ist es, mit Hilfe der PKV die Marktanteile auszubauen.

Mit zwei Millionen Versicherten ist die KKH die Nummer vier unter den gesetzlichen Krankenversicherungen in der Bundesrepublik. Die BKK der Allianz zählt nur 100.000 Mitglieder, wenngleich sie seit 2001 für jedermann offen ist. Entscheidend ist die private Krankenversicherung der Allianz mit ihren 2,4 Millionen Kunden, die enge Kontakte mit der BKK pflegt. Die Chefs der beiden Unternehmen, Ingo Kailuweit (KKH) und Stefan Haslauer (BKK), sehen die Fusion als wichtigen Schritt für die Zukunft: „Die anerkannt gute Positionierung im Zusatzversicherungsgeschäft der Allianz Privaten ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die künftige Zusammenarbeit.“ Statt nur klassische private Zusatzversicherungen zu vermitteln, wolle man gemeinsame Produkte anbieten.

Die Kooperation von GKV und PKV bietet laut Professor Matthias Schönermark, der sich mit den strategischen Optionen befasst, durchaus Synergie-Effekte. Die gesetzlichen Krankenkassen brächten ihre Kompetenzen aus dem Versorgungs-Management ein. Die private Krankenversicherung sei im Bereich des Controllings erfahrener. Beide Seiten könnten vom Wissen des anderen profitieren und auf diesem Weg sich gegenseitig ergänzende Versicherungsprodukte entwickeln. Bisher baut die Zusammenarbeit von gesetzlichen und privaten Versicherungen mehr auf Vertriebskonzepte, bei denen die GKV die Angebote der PKV mit ins Programm nimmt.

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