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Gesetzliche Krankenkassen – Ein Teil der Überschüsse fließt in den Bundeshaushalt

In den letzten Tagen tobten teils heftige Diskussionen darüber, was den mit den Milliardenüberschüssen der Gesetzlichen Krankenkassen geschehen soll. Bundesfinanzminister Schäuble forderte ein Teil der Überschüsse für den Bundeshaushalt.

Gegner dieser Lösung hingegen forderten eine Runtersetzung der Krankenkassenbeiträge, um die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenkassen an den Überschüssen zu beteiligen. Niedrige Beiträge in der GKV wird es nicht geben, dafür erhält Wolfgang Schäuble dennoch nicht den Anteil an den Überschüssen, den er haben wollte für den Bundeshaushalt.

Dennoch werden zwei Milliarden Euro aus den Kassenüberschüssen in den Haushalt fließen. Dies ist exakt die Summe, die 2010 aus Bundesmitteln in den Gesundheitsfonds zugeschossen wurde, um einen Sozialausgleich für die Zusatzbeiträge von Geringverdienern zu schaffen. Geplant war dieser Zuschuss bis 2014. Dank der hohen Milliardenüberschüsse wird dieser Bundeszuschuss nun nicht benötigt und geht deshalb wieder zurück in den Haushaltstopf.

Wann jedoch eine Senkung der Krankenkassenbeiträge kommt, steht immer noch in den Sternen. Während in diesem Jahr die Zusatzbeiträge nach und nach bei wohl allen Krankenkassen abgeschafft werden, bleibt der Beitrag für die GKV auch weiterhin bei 15,5 Prozent. Durch die hohen Überschüsse ist immerhin eines so gut wie sicher: dass die Beiträge für die Gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr nicht weiter steigen werden.

Dennoch ist es natürlich schade, dass die gesetzlich Krankenversicherten nicht an den überschüssigen Einnahmen beteiligt werden, sei es zum Beispiel durch Beitragsrückerstattung. Hierbei steht aber wahrscheinlich vor allem der große bürokratische Moloch der Krankenkassen im Weg. Die Verwaltungskosten der GKV sind enorm, während die Privaten Krankenversicherungen in diesem Bereich einen deutlich geringeren Kostenaufwand haben, ohne jedoch weniger an Leistungen zu erbringen.

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