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Fällt die Praxisgebühr bald weg?

Die Praxisgebühr wurde vor ein paar Jahren eingeführt, um weniger Arztbesuche zu erzeugen und damit auch Kosten für die Krankenkassen einzusparen. Gebracht hat sie hingegen wenig, immer noch gehen die Versicherten durchschnittlich 18 Mal im Jahr zum Arzt. Nur jene, die sich die 10 Euro im Quartal nicht mehr leisten können, verweigern sich selbst und damit auch ihrer Gesundheit den Arztbesuch, alle anderen hat sie wohl wenig gestört.

Nachdem die Überschüsse der Gesetzlichen Krankenkassen immer mehr ansteigen, ist sie deshalb wieder in der Diskussion, die lästige Praxisgebühr, die den Arzthelferinnen zusätzliche Arbeit bereitet, die dann letztlich beim Patienten fehlt.

Bundesgesundheitsminister Bahr prescht jetzt vor, er will sich aufmachen, die Praxisgebühr abzuschaffen – und trifft dabei nicht überall auf Zustimmung. Denn: würde diese Gebühr wegfallen, würden den Gesetzlichen Krankenkassen um die zwei Milliarden Euro im Jahr fehlen. Angesichts der hohen Überschüsse, welche die Krankenkassen nun angesammelt hat, wäre dies durchaus verschmerzbar. Doch die Kosten im deutschen Gesundheitssystem steigen weiter an, und die Überschüsse werden früher oder später dadurch wegschmelzen.

Ob Daniel Bahr die Abschaffung der Praxisgebühr tatsächlich gelingen wird? Derzeit sieht es eher schlecht aus. Der Nachfolger von Philipp Rösler hat mit viel Gegenwind und wenig Unterstützung zu kämpfen. Dennoch könnte das Ende der Praxisgebühr durchaus neue Wählerstimmen für die Parteien der Regierungskoalition bringen. Die umstrittene Gebühr ist genauso wenig beliebt wie die Zusatzbeiträge und eine Abschaffung der Gebühren, die 2004 von der Schröder-Regierung eingeführt wurde, wäre ein klares Statement für die Gesetzlich Krankenversicherten hierzulande. Noch aber ist dies Zukunftsmusik…

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