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Zu hohe Verwaltungskosten bei den Gesetzlichen Krankenkassen

Bereits seit Jahren sind sie in der Kritik, die hohen Verwaltungskosten bei den Gesetzlichen Krankenkassen. Bislang wurde jedoch seitens des Gesetzgebers nichts dagegen unternommen – dies könnte sich bald ändern. Die Mühlen der Bürokratie sind teuer, dies ist auch bei den Krankenkassen immer wieder festzustellen. Kürzlich wurden die Zahlen der GKV für 2010 veröffentlicht – und dabei wurde eines deutlich: die Verwaltung der Krankenkassen verschlingen eine Unmenge an Geld. Ein Viertel der Gesamtausgaben der Kassen fällt auf die Verwaltung…

Während bei gemeinnützigen Institutionen eine klare Vorgabe darüber herrscht, wie viel Geld in die Verwaltung fließen darf, herrscht bei Krankenkassen weiter Gesetzlosigkeit. Die hohen Vorstandsgehälter und der aufgeblasene Verwaltungskoloss, bei dem oft eine Hand nicht weiß, was die andere tut und es für die Versicherten meist nicht einmal klare Ansprechpartner bei Anliegen gibt, sorgen für Löchern in der Haushaltskasse. Die Kassen selbst handeln diesem jedoch nicht entgegen, die gesetzlich Krankenversicherten bekommen hingegen immer wieder Leistungskürzungen und Defizite im Service zu spüren.

Doch die Zeit der Kassenverwaltung, in der sie kosten durfte, was sie will, könnte bald vorüber sein. Es drohen der Sparzwang – und das nicht von Seiten der Krankenkassen selbst, sondern von Seiten des Gesetzgebers. Das Geld, das die Verwaltung verbraucht, fehlt an anderer Stelle, dies kritisiert mittlerweile auch Theodor Windhorst, der Präsident der Ärztekammer. Windhorst wurde bereits im Januar dieses Jahres deutlich und mahnte an: „Der bürokratische Wahnsinn in unserem Gesundheitssystem blockiert seit Jahren an vielen Stellen die medizinische Versorgung der Patienten“. Da derzeit über die Pflegereform verhandelt wird, könnten noch in diesem Jahr Maßnahmen zu Begrenzung der Verwaltungskosten bei der GKV kommen. Die Versicherten würden es dem Gesetzgeber sicherlich danken.

Im Gegensatz zur der Gesetzlichen Krankenversicherung sind die Verwaltungskosten in der Privaten Krankenversicherung deutlich überschaubarer. Statt einem Viertel der Gesamtausgaben wie bei der GKV kommt die PKV lediglich auf maximal drei Prozent. Dies stellt einen Unterschied von mehr als 20 Prozent dar und verdeutlicht das Problem der Gesetzlichen Krankenkassen, zeigt auf der anderen Seite jedoch auch die Leistungsfähigkeit der Privaten Krankenversicherer, die statt Verwaltungswust bessere Leistungen bieten.

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