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Gesetzliche Krankenkassen mit Finanzierungsüberschuss

Die Zusatzbeiträge und der höhere Krankenkassenbeitrag machen es möglich: es besteht ein Finanzierungsüberschuss bei den Gesetzliche Krankenkassen. Im dritten Quartal 2011 lag der Überschuss bei rund 5,3 Milliarden Euro, im Jahr davor waren es für den gleichen Zeitraum „nur“ 1,1 Milliarden Euro gewesen. Dies teilte heute Vormittag das Statistische Bundesamt mit. Für die ersten neun Monate des vergangenen Jahres ergibt sich bei einer Ausgabensumme von 134,4 Milliarden Euro und Einnahmen von 139,8 Milliarden Euro ein Überschuss von 5,34 Milliarden Euro. Während sich die Ausgaben in den ersten drei Quartalen 2011 um 2,2 Prozent erhöht hatten, stiegen die Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung um 5,4 Prozent.

Der Finanzierungsüberschuss ergibt sich unter anderem aus der Neuordnung des Arzneimittelmarktes, die seit Januar 2011 in Kraft ist. Zudem tragen die gestiegenen Beiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung zum Finanzplus bei. Beitragssenkungen für die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenkassen sind jedoch nicht zu erwarten. Anders als bei der Gesetzlichen Krankenversicherung erging es der Gesetzlichen Pflegeversicherung in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres. Während die Einnahmen um 2,0 Prozent stiegen, erhöhten sich die Ausgaben im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent. Dies ergab in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres ein Defizit von 0,1 Milliarden Euro. Noch im Jahr davor hatten sich die Einnahmen und Ausgaben im Vergleichszeitraum ausgeglichen. Das zu erwartende Defizit soll in Zukunft durch eine Erhöhung der Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung und durch eine Reform der Pflegeversicherung an sich vermieden werden.

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