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Einheitssatz der GKV liegt 2009 bei 15,5 Prozent

Der einheitliche Beitragssatz für die gesetzlichen Krankenkassen steht fest. Er steigt laut Bundesregierung von derzeit durchschnittlich 14,92 Prozent auf 15,5 Prozent. Diese Zahl schwebte schon längere Zeit im Raum und hat sich nun bewahrheitet. Gleichzeitig hat die große Koalition sich darauf geeinigt, dass die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zukünftig stärker steuerlich berücksichtigt werden sollen, um eine Entlastung zu schaffen. Ob der Einheitssatz lange Bestand haben wird, ist allerdings fraglich. Denn die GKV scharren schon jetzt mit den Hufen und sagen, 15,5 Prozent seien nicht genug. 15,8 Prozent müssten es sein, damit alle Ausgaben gedeckt würden, betont der Chef des Ersatzkassenverbandes, Thomas Ballast. Er ist ziemlich sicher, dass viele Kassen Zusatzbeiträge erheben werden.

Schon jetzt ist klar, dass einige GKV ihre Beiträge noch vor dem eigentlichen Termin, dem 1. Januar 2009, nach oben anpassen werden. Im Schnitt werden es dann 15 Prozent sein. Mit dem Startschuss zum Gesundheitsfonds ist dann der Rekordsatz von 15,5 Prozent fällig. Von der FDP hagelt es Kritik. Sie sieht im Fonds ein „bürokratisches Verwaltungsmonster“, das „höhere finanzielle Belastungen für die Beitragszahler“ mit sich bringe. Wie teuer genau die Krankenversicherung auf Dauer werden kann, hat das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) hochgerechnet. Die Experten der privaten Krankenversicherungen kommen für das Jahr 2050 auf einen Beitragssatz von 25 Prozent.

„Während in diesen Tagen vornehmlich über den Startbeitragssatz des Gesundheitsfonds diskutiert wird, haben wir uns einmal angeschaut, wie sich dieser Beitragssatz mittel- und langfristig entwickeln wird“, erklärte WIP-Leiter Christian Weber den Hintergrund der Studie. Ausschlaggebend für die Berechnung war die demographische Entwicklung in der Bundesrepublik unter Berücksichtigung der neuen gesetzlichen Vorgaben wie dem Wettbewerbsstärkungsgesetz. Das den privaten Krankenversicherungen gehörende Institut geht davon aus, dass sich die Auswirkungen schon Mitte des kommenden Jahrzehnts zeigen werden. Vier bis fünf Prozent des prognostizieren Beitragssatzes werden mit der Alterung begründet. Die allgemeine Preissteigerung sorgt für den die restlichen fünf Prozent.

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