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Privatpatienten wollen keine Neuerungen

Die Continentale-Studie 2008 belegt das, was die privaten Krankenversicherungen schon seit Monaten predigen: Die durch die Gesundheitsreform vorgesehenen Änderungen sind nicht im Sinne der Versicherten. Laut der aktuellen Umfrage der Continentale Krankenversicherung a.G., durchgeführt von TNS Infratest, legen nur sehr wenige Privatpatienten Wert darauf, den Anbieter oder in den neuen Basistarif zu wechseln. Die Mehrheit ist mit dem aktuellen Status zufrieden, wird aufgrund der neuen Vorgaben dennoch mehr bezahlen müssen.

Drei Schwerpunkte setzte die PKV bei der diesjährigen Studie, an der über 1.200 Personen teilnahmen: Informationsstand der Privatversicherten sowie ihre Einstellung zur Wechselmöglichkeit und dem Basistarif. Als „sehr interessant“ bezeichneten lediglich zwei Prozent der Befragten den Basistarif. Acht Prozent halten ihn für „interessant“ und 29 Prozent werten die Neuerung als „weniger interessant“. Die absolute Mehrheit, mit 56 Prozent, sagt ganz klar, dass der Basistarif für sie „nicht interessant“ ist. Ähnlich verhält es sich beim Anbieterwechsel. „Bestimmt“ wollen nur zwei Prozent ihren Vertrag bei einer anderen privaten Krankenversicherung abschließen. Für vier Prozent ist dieser Schritt „wahrscheinlich“. 20 Prozent sind eher unentschlossen und werden „wahrscheinlich nicht“ wechseln. Ausgeschlossen – „bestimmt nicht“ – ist ein Wechsel für 74 Prozent der Privatversicherten. Was den Informationsfluss zur Gesundheitsreform angeht, fühlen sich nur zehn Prozent sehr gut ins Bild gesetzt.

„Die Continentale-Studie 2008 stützt die Erkenntnisse, die wir bereits aus der Studie des vergangenen Jahres gezogen haben: Die Gesundheitsreform ist nicht nur ordnungspolitisch verfehlt, sondern sie geht auch im Sinne des Verbraucherschutzes komplett am Bedarf der Betroffenen vorbei“, findet Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender der Continentale Krankenversicherung a.G., klare Worte. Es seien vermeintliche Missstände aufgebauscht worden, um neue Regelungen schaffen zu können. Dabei wollten viele PKV-Mitglieder gar keine Änderungen. Bauer rät allen, die die Möglichkeit haben, noch in diesem Jahr in die PKV zu wechseln, um sich alle Optionen offenzuhalten.

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