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Sind Krankenkassenfusionen die Lösung für unser Gesundheitssystem?

Die neuerliche Gesundheitsreform und das Installieren des Gesundheitsfonds haben gezeigt, das in unserem System so einiges, wenn nicht fast alles, im Argen liegt. Die erste Pleite einer Betriebskrankenkasse hat gezeigt, dass es langsam ans Eingemachte geht. Bankrott oder Fusion scheint die derzeitige Linie zu sein. Doch sind Krankenkassenfusionen die Lösung für unser Gesundheitssystem?

Mit einer Fusion zweier Krankenkassen kann man einen recht guten Weg gehen, wenn man ihn rechtzeitig geht. Dies hat der Zusammenschluss von Barmer und GEK gezeigt. Nun aber stecken viele Krankenkassen in der Krise, zumindest wenn man zahlreichen Medienberichten trauen mag. Zwei weitere Krankenkassen machen sich nun auf, eine Fusion einzugehen: die BKK Gesundheit und die DAK.

Gerade die DAK hatte durch das Erheben von Krankenkassenzusatzbeiträgen eine Menge Mitglieder verloren und muss nun schauen, wo sie bleibt. Aber auch die Betriebskrankenkassen sind nicht mehr auf der Erfolgsspur, wie sie es lange waren. Während sie früher nur bestimmte Versicherte aufnehmen durften, öffnete sich der Markt für die Gesetzlichen Krankenkassen vor einigen Jahren und damit begannen sie wohl auch, die Probleme der verschiedenen BKK.

Und diese heißt Aufnahmepflicht! Keine der gesetzlichen Krankenkassen – egal ob AOK, Barmer, die DAK und die ganzen Betriebskrankenkassen – darf einen Mitgliedswunsch abweisen. Das heißt, jeder der Aufnahme begehrt, muss auch von der jeweiligen Krankenkasse aufgenommen werden. Und: es besteht in Deutschland Versicherungspflicht. Das heißt: jeder Bürger muss krankenversichert sein. Was nach der Schließung der City BKK gut ist für die Versicherten, ist für die Kassen eher schlecht, da sie so auch ältere und kranke Menschen aufnehmen müssen, ob es ihnen passt oder nicht. Und beide Mitglieder-Klientel sind nun mal die, für welche meist zahlreiche Kosten entstehen, welche die Krankenkasse übernehmen muss.

So manche Private Krankensicherung hat aus der Not eine Werbung gemacht und lockt junge und gesunde Arbeitnehmer, Selbständige und Unternehmen mit einem Billigtarif in ihre Krankenkasse – ohne auch dazu zu sagen, dass die Beiträge im Laufe der Jahre steigen und man ein paar Jahrzehnte später dann eine richtig teure Krankenversicherung hat – oder einen Billigtarif mit wenig Leistungen, der dennoch immer teurer wird.

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