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Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße für die Abgaben, die jeder Arbeitnehmer für die Systeme der Sozialversicherung entrichten muss. Diese Rechengröße wird in jedem Jahr zum 01. Januar neu angepasst. Die wirtschaftliche Entwicklung ist nicht konstant, also müssen auch die Rechengrößen dynamisch angeglichen werden.

Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine “Grenzgröße”. Mit dieser Kennzahl wird das maximale Einkommen festgelegt, das zur Berechnung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung herangezogen wird. Steigt das Brutto-Einkommen über diesen Grenzbetrag, so wird der Teil des Einkommens, der diesen Betrag übersteigt, nicht zur Berechnung des GKV-Beitrages herangezogen. Für die Beitragsberechnung gelten nur die Einkünfte bis zu dieser Grenze. Sie liegt im Jahr 2008 bei 43.200 Euro für die Kranken- und die Pflegeversicherung (Quelle: Beitragsbemessungsgrenze).

Vor dem Jahr 2003 gab es nur eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für alle Sozialabgaben, also für die Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. In diesem Jahr gab es eine Trennung der Grenzbeträge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung einerseits und die Kranken- und Pflegeversicherung andererseits. So wurde eine verbreiterte Basis für die gesetzliche Krankenversicherung geschaffen.

Oft wird die Beitragsbemessungsgrenze mit der Versicherungspflichtgrenze verwechselt. Das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Die Versicherungspflichtgrenze war ebenfalls bis 2003 mit der Beitragsbemessungsgrenze identisch, doch dann wurden die beiden Höchstbeträge getrennt. Die Versicherungspflichtgrenze bezeichnet den monatlichen Verdienst, bis zu dessen Höhe jeder Arbeitnehmer automatisch Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sein muss. Verdient er mehr, kann er in eine private Krankenversicherung wechseln.

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