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Pflegekosten-Versicherung

Durch die gesetzliche Pflegeversicherung wird im Pflegefall nur ein Teil der notwendigen Kosten abdeckt. Um die hohen Eigenbeteiligungen im Alter stemmen zu können, entscheiden sich viele Bundesbürger für den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung. Neben dem Pflegetagegeld befinden sich im Portfolio privater Krankenversicherer auch Pflegekostenversicherungen.

Wie funktioniert eine Pflegekostenversicherung?

Im Rahmen einer Pflegekostenversicherung übernimmt der Versicherer die tatsächlich entstandenen Pflegekosten, die durch professionelle Pflegedienste oder Heimpflege nach der Vorleistung der Pflegepflichtversicherung anfallen (in der Regel 20 bis 200 %). Mit der Pflegekosten-Versicherung wird also die Leistung der gesetzlichen Pflegkassen aufgestockt.

Die Höhe der zu übernehmenden Kosten ist bei einigen Versicherern pro Jahr bzw. pro Monat entweder prozentual oder auch in der absoluten Höhe begrenzt. Die Ausgaben sind durch Rechnungen und Belege gegenüber dem Versicherer nachzuweisen. Die Leistungen der Pflegekostenversicherung orientieren sich an der gesetzlichen Pflegeversicherung und an deren künftigen Entwicklung.

Der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist bereits in jungen Jahren empfehlenswert. Denn unabhängig davon, dass die Beiträge mit jedem Lebensjahr teurer werden, kann ein Pflegefall in jedem Alter zur finanziellen Belastung werden.

Was sind die Besonderheiten einer Pflegekosten-Versicherung?

Gesundheitsprüfung notwendig

Der Abschluss einer Pflegekostenversicherung macht eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Abhängig von der Vorerkrankung kann die Assekuranz den Vertragsschluss auch ablehnen.

Kostenübernahme bei professioneller Pflege

Eine Pflegekostenversicherung ist vor allem für die Personen interessant, denen später die professionelle Hilfe wichtig ist und deshalb ihre Pflege in die Hände von Fachkräften geben. Bei ambulanter Pflege durch Laien übernimmt der Versicherer wenn überhaupt nur einen geringen Teil der Kosten. Wird die Betreuung durch Angehörige bevorzugt, ist das Pflegetagegeld die sinnvollere Variante. Bei diesem wird die Leistung nicht auf die professionelle Pflege beschränkt.

Beitragszahlung auch im Pflegefall

Versicherte müssen auch im Pflegefall ihre Beiträge weiter zahlen. Einige Versicherer sehen die Beitragsfreistellung ab der III. Pflegestufe vor. Eine Beitragsunterbrechung ist nicht möglich (in Sonderfällen kann der Versicherte den Vertrag ruhen lassen).

Kündigung mit Prämienverlust

Bei Kündigung gehen alle geleisteten Prämien und die Altersrückstellungen verloren.

Worauf sollte bei der Wahl einer Pflegekostenversicherung geachtet werden?

Keine Karenz- und Wartezeiten

Gerade für ältere Versicherungsnehmer könnte die Vereinbarung einer Wartezeit zum Nachteil werden. In vielen Policen wird eine Wartezeit von bis zu 3 Jahren festgeschrieben. Die Versicherung sollte sofort nach Anerkennung der Pflegestufe zahlen.

Umzug ins Ausland

Einige Versicherer zahlen auch bei Umzug ins europäische Ausland. Wer einen Wohnsitzwechsel anstrebt, sollte auf diesen Punkt achten.

Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes

Ein Teil der Versicherer übernimmt zusätzlich die Kosten für den behindertengerechten Umbau der Wohnung sowie den Einbau von Treppen- oder Wannenliften.

Kostenloses Angebot zur Pflegezusatzversicherung anfordern

Wenn Sie sich für eine Pflegezusatzversicherung interessieren, um damit die teilweise gravierenden Versorgungslücken im Pflegefall abzudecken, können Sie nachfolgend ein kostenloses und unverbindliches Angebot anfordern (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Leadbörse der Finads GmbH sowie der daran angeschlossenen Makler):

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